Infos über mich als Karpfenangler

Bevor ich zum Wallerangeln übergegangen bin, war ich jahrelang vom Karpfenangeln fasziniert, so dass ich auch heute noch die eine oder andere Karpfensession abhalte. Wo, wie und mit welchem Tackle ich gerne auf Karpfen fische, könnt ihr hier nachlesen.

Lieblingsgewässer
Das Karpfenangeln spielt sich bei mir hauptsächlich an deutschen Gewässern ab, wobei ich auch hier am liebsten den Stausee befische, wo ich aufgewachsen bin und an dem ich meine ersten Karpfenansitze durchgeführt habe. Ich kann mich noch ganz genau an meine erste Session erinnern. Ich montierte Boilies auf eine einfache Festbleimontage und buxierte die Köder an eine ca. 80m entfernte Baumreihe. Anschließend fing ich mit dem Boiliewurfrohr an, meine ersten Wurfübungen zu machen, als plötzlich ein Dauerpiepen ertönte. Ich brauchte mehrere Sekunden, um zu verstehen, dass nach so kurzer Zeit schon der erste "run" erfolgte. Mit einem Spiegler von 14kg war ich mehr als zufrieden, wobei dieser nicht der letzte an diesem Abend blieb.
Mittlerweile ist die Weser ein weiteres sehr beliebtes Karpfenziel von mir, da ich dort zum einen auf Anhieb traumhafte Karpfen überlisten konnte und zum anderen das Karpfenangeln mit dem Wallerangeln ganz gut in Einklang bringen kann. Zusätzlich sind die natürlichen und kapfstarken Flusskarpfen einfach ein Traum.  

 
Lieblingsmontagen /-Methoden
Beim Karpfenangeln gibt es die tollsten Montagen und vielfältigsten Methoden, um zum gewünschten Erfolg zu kommen. "Einfach fängt am Besten" ist mein Motto und so bevorzuge ich eine ganz einfache Festbleimontage ohne großen Schnickschnack. Natürlich kenne ich sämtliche Montagen und Methoden, doch ein Haarvorfach, Safety-Clip, Blei sowie ein Antitangle-Tube reicht in den meisten Fällen vollkommen aus, um an großen Gewässern zum Erfolg zu kommen.  
Das gleiche gilt bei mir auch für die Köderwahl, denn mit einem 20er Boilie habe ich persönlich meine dicksten Karpfen überlistet. Früher habe ich noch meine Murmeln selbst gerollt, wozu ich heute erstens keine Zeit mehr habe und zweitens die Boilies meinen Sponsors meiner Meinung nach sowieso unschlagbar sind. 
Allerdings arbeite ich zusätzlich mit Partikelködern, die ich im Vorhinein koche, mit Flavours fängiger mache oder sie anderweitig tune, damit die Karpfen schnell auf sie aufmerksam werden. Hierbei kommen beispielsweise Pop-Ups zum Einsatz, damit eine Hartmaiskette beispielsweise senkrecht auf dem Gewässerboden steht und nur der Haken auf dem Grund aufliegt.   

Sponsoren
Mit Zebco Europe habe ich einen der bekanntesten und größten Angelgerätehersteller als Sponsor, der mich in allen Angelbereichen rundum unterstützt. Daher setze ich beim Karpfenangeln voll und ganz auf die Produkte von Radical, die mich noch nie im Stich gelassen haben.
Die Ruten, Rollen sowie das gesamte Tackle ist für verschiedenste Angelmethoden gefertigt, so dass für das Karpfenangeln am kleinen Teich bis hin zum Fischen am großen reißenden Fluss alles vorhanden ist, um zielorientiert fischen zu können. Mit Robin Illner hat Radical einen der bekanntesten Karpfenangler in seinen Reihen, der stets darum bemüht ist, das Tackle zu verbessern und durch ganz Europa reist, um dieses zu testen.
Weiterhin ist die Boilie-Range von Radical meiner Meinung nach unschlagbar. Die einzelnen Murmeln bestehen aus sehr guten Bestandteilen, Aromen und geben eine langanhaltende Lockwirkung unter Wasser ab. Mit den verschiedenen Geschmacksrichtungen kann ich mich auf die unterschiedlichen Jahreszeiten optimal  anpassen und somit das gesamte Jahr sehr gute Erfolge erzielen. Besonders im Winter bei niedrigen einstelligen Wassertemperaturen ist der Köder sehr wichtig, um regelmäßigen Fischkontakt zu bekommen.  

Rekorde
Wie bei allen anderen Angelarten gilt für mich auch beim Karpfenfischen, dass ich zwar gerne große Fische fange, allerdings nicht jeden Rekord brechen und der beste sein muss. Aus  diesem Schwanzvergleich halte ich mich persönlich raus und versuche für mich selbst kontinuierlich große Fische zu fangen. Mir bringt es rein gar nichts,  die Karpfen in einem kleinen Teich zu mästen, damit sie mehr Gewicht auf die Waage bringen und ich dadurch gegebenenfalls einen "Pseudo-Ausnahmefisch" auf der Matte liegen habe. Im Gegenteil, ich fange lieber Fische mit einem natürlichen Gewicht, denn dadurch bekommt bei mir ein Karpfen von über 60 Pfd. eine ganz andere Bedeutung.
Ein kleines Beispiel hierzu liegt schon sehr lange zurück, in einer Zeit, wo ich nicht mal an das Wallerangeln gedacht habe und nur mit den Karpfen beschäftigt war. Damals war ein Fisch von 30kg eine Rarität und an Karpfen jenseits der 40kg nicht mal zu denken. Schließlich hatte ich das Glück einen knappen 60 Pfünder zu überlisten, der umgehend in den Zeitungen auftauchte. Es dauerte nicht lange, da war mir klar, dass es sehr dumm war, das Gewässer anzugeben, denn was in den folgenden Wochen geschah, war ein echter Albtraum. Die Zäune des komplett abgesperrten Sees wurden zerschnitten und Teamangler aus aller Welt tauchten auf und quatschten mich am Gewässer zu. Es dauerte einige Zeit, bis das "Stalken" nachließ und ich wieder meine Ruhe hatte...

 

Schleimige Grüße
Ruwen Koring

www.catfish-hunters.de